Verkehr Ortsumgehung

Verkehrsentlastung für Martinsried

Verschiedene Verkehrsgutachten haben ergeben, dass auf der Lochhamer Straße sowie der Röntgenstraße zu den Hauptverkehrszeiten ein hohes Verkehrsaufkommen besteht.

Hierbei ist zu beachten, dass der derzeitige Durchgangsverkehr gering ist im Vergleich zu dem Ziel- und  Ursprungsverkehr zu den Arbeitsplätzen, Einkaufszentren sowie dem Anliegerverkehr.

Derzeit hat Martinsried zirka 4000 Einwohner zudem kommen zirka 1500 Arbeitsplätze und 6000 Studenten (Zahlen sind noch zu korrigieren)

Folgende Beschlüsse zur Verkehrsentlastungen wurden beschlossen und beraten:

Ortsumgehung über

  • Gewerbetrasse
  • Silattrasse

und

  • Walldurchstich Röntgenstraße/Fraunhofer Straße.

Allgemeine Bemerkung:

Alle diese Varianten erzeugen mehr Verkehr in der Einsteinstraße. Die Auswirkungen sind derzeit nicht genau überprüft, da es in dieser Strasse schon jetzt Probleme mit dem Busverkehr an verschiedenen Stellen gibt. Der erhöhte Innerortsverkehr erzeugt eine zusätzliche Gefahr für die Schüler der Grundschule und Kindergarten sowie Kinderhorts. Parken und Halten vor diesen Einrichtungen werden voraussichtlich eingeschränkt.

Besonders drastisch wird von den Verkehrsexperten die Auswirkung der Gewerbetrasse auf den stark erhöhten Transitverkehr gesehen. Hierbei kommt es nach deren Ansichten zu keiner nennenswerten Entlastung im Innerortsverkehr von Martinsried und nicht zu der erhofften Verkehrsentlastung auf der Germeringer Straße in Planegg. Laut Verkehrsgutachten kommt die Münchner Straße an ihre Belastungsgrenze (auch in Richtung Planegg). Rückstaus zur Hauptverkehrszeit sind vorprogrammiert. Erhöhte Gefahrenstellen werden zusätzlich in Höhe FLG (Schüler) sowie an der Kreuzung Münchner/Germeringer Straße gesehen.

Zusätzlicher Verkehr ist auch durch die geplante Umgehungsstraße in Gräfelfing zu erwarten, die die Pasinger Straße entlasten soll. Hierdurch besteht Gefahr eines erhöhten Transitverkehr zwischen der Autobahn A95/A96 über die örtliche Umgehungsstraße und zu dem Verkehrslärm und mehr Feinstaubbelastung.

 

Erste Schritte und Entlastung der Ortsmitte

Zur Entlastung der Ortsmitte und der neuen Ortsmitteplanung wird als erstes der Walldurchstich Röntgenstraße/Fraunhoferstrasse sowie Schallschutzmaßnahmen an der Lochhamer Straße realisiert. Diese Auswirkungen geben Anhaltspunkte für weitere Untersuchungen.

 

Voruntersuchung zur Teilrealisierung der Silattrasse

Der südliche Gebäudekomplex an der Röntgenstraße gehört einer Wohnbaugesellschaft, die die Hochgaragen an der Röntgenstraße sanieren muss. Die Wohngesellschaft will einen Realisierungsvorschlag der Gemeinde zu einer westlichen Verlegung der Röntgenstraße von 2012 aufgreifen. Dieser Plan ermöglicht den Bau einer Tiefgarage und zusätzlicher Geschossbauten auf der Fläche der Röntgenstraße sowie auf den Flächen der Hochgaragen, sowie Grünflächen vor den Gebäuden der Röntgenstraße. Damit entfällt die ursprüngliche Röntgenstr. im südlichsten Teil und wird durch eine westliche Umgehungsstraße ersetzt. Die Gemeinde erhält durch den Verkauf dieses Grundstücksbereich der alten Röntgenstraße eine Refinanzierung der westlichen Umgehungsstraße. Der Investor kann dadurch neue Häuser (Geschossbauten) erbauen. Dieser neue Antrag wird in den nächsten Gemeinderatssitzungen besprochen.