Bolzplatz

Bürgermeister Hofmann wirft Bürgern den Fehdehandschuh hin! Statt Bürgerantrag abzuwarten, lässt er schnellstens den Bolzplatz schreddern: neueste Info auf der Gemeinde Homepage

Liebe Mitbürger,

wenigstens der Beschluss des GR von Mitte Januar ist teils ehrlich: der Bolzplatz, der „erhalten“ bleibt, heißt dort „Kleinspielfeld„, ist ca. 35% kleiner als der alte (wenn unsere Berechnung, basierend auf den angegebenen 1300 qm, noch hinkommt, denn mittlerweile ist ja die Fläche der Asylbewerberunterkunft wundersamerweise um 200qm von 1300qm auf 1500qm gewachsen….) und hat mit einer Zaun“höhe“ von 2 m zum Wald hin gerade die richtige Höhe für Fußballanfänger ab 3 Jahren.

Unsere Jugend, die bei der – gerade noch aktuellen – Zaunhöhe von 6 m bereits des öfteren dem Ball nach nach draußen rennen musste – wird ihre helle Freude an dem neuen Spielfeld haben. Aber: das sei vollkommen ausreichend, befand Bürgermeister Hofmann bei einem Besuch in seiner Bürgersprechstunde vor 2 Wochen, den ich zusammen mit einem Mitbürger ihm abstattete. Da habe doch eh nie jemand gespielt, er sei desöfteren vor Ort gewesen. Den vorsichtigen Hinweis, dass er eventuell zu falschen Zeiten da gewesen sei (leider ist der Nachwuchs ja auch ab und zu in Kindergarten, Schule und Hort) lehnte er entschieden ab.

Auf persönliche Nachfrage vor einer Sitzung sagte Bürgermeister Hofmann die gleichen Bedingungen für den Martinsrieder Standort zu wie auch bei den beschlossenen Unterkünften am Bahnhof und der Georgenstraße. Dort heißt es: „Beide Quartiere werden 24 Stunden gesichert, es sind Hausmeister und Sozialbetreuer des Landratsamtes vor Ort.“ So klar steht es allerdings nicht für den Standort im Parc de Meylan in der neuesten Meldung auf der Gemeinde Homepage: dort spricht man nur vage von „Betreuung“.

Derweil haben die Arbeiten im Parc de Meylan – erstaunlicherweise gerade in dem Moment, wo der Bürgerantrag bekannt war – bereits begonnen (2.03.2016).

Bürgermeister Hofmann und Teile des Gemeinderats sind wild entschlossen, den Wettlauf gegen die Martinsrieder zu gewinnen. Die Frage ist nur, welches der bzw. ihr Preis dafür sein wird.

Barbara Markert